Ergo4Dogs - gemeinsam zum Ziel
Hundeglück ist, sich auch in schweren Momenten gesehen und getragen zu fühlen.
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WarteZEIT - so nutzt du sie beim Tierarzt-Termin optimal aus
Hand aufs Herz: Wer geht schon gerne zum Arzt? Und gerade das Warten auf die Untersuchung oder eigentliche Behandlung kann an den Nerven zehren.
Deinem Hund geht es unter Umständen nicht anders. Damit ist er nicht allein, denn der Aufenthalt in der Tierarztpraxis stellt für die allermeisten Hunde eine große Herausforderung dar und ist i.d.R. mit hoher Aufregung und Ängsten verbunden.
Du kannst dafür sorgetragen, dass der Praxisaufenthalt für deinen Hund möglichst entspannt abläuft und er sich leichter behandeln lässt. Denn die WarteZEIT ist für den weiteren Verlauf mitentscheidend.
Da man Reifen auch nicht während der Fahrt wechselt, ist eine gute Vorbereitung das A & O. Mit Ergo4Dogs kannst du - neben Medical Training - hervorragend den Positivspeicher deines Hundes füllen, sein Verhaltensrepertoire deutlich erweitern; ihn detailliert lesen lernen und zur achtsamen BezugsPerson werden.
Schon bei eurem nächsten geplanten Tierarzt-Termin kannst du dir für die WarteZEIT folgende Punkte zunutze machen:
- Lass deinen Hund nach Möglichkeit im Auto warten und melde dich beim Praxisteam an. Geh, nach Absprache mit dem Team, wieder zurück zu deinem Hund. Moderne Praxen geben dir einen blinkenden (= lautlosen) Piper mit, rufen dich kurz auf dem Handy an oder winken dir zu, um dir zu signalisieren das ihr reinkommen könnt.
- Dein Hund benötigt einen Maulkorb? Okay! Sicherheit geht ganz klar vor. Verwende bitte nur tierschutzkonforme Modelle, die deinem Hund das Hecheln bei weit geöffnetem Fang erlauben. Maulschlaufen/-tüten sind in meinen Augen indiskutabel. Warum, dass erörtere ich dir gerne.
- Setz deinem Hund den Maulkorb frühzeitig (!) auf und nimm ihn erst ab, wenn alles vorbei ist und du mit ihm z.B. wieder beim Auto bist. Das ist u.a. für die Lernhistorie günstiger.
- Bevor ihr die Praxis betretet, sorg dafür das sich dein Hund lösen kann (ausgenommen hiervon sind andere Vereinbarungen mit deiner Tierarztpraxis bezüglich anstehender Untersuchungen) und im angemessenen Rahmen in die Umwelterkundung findet. Es geht hierbei nur um einen Augenblick, den dein Hund dafür beansprucht - er möchte sich orientieren und einfach die Erfahrung von Sicherheit machen. Im Übrigen ist das normales Hundeverhalten und Erkundungen wirken wunderbar gegen Angst und Aggression.
- Die Umstände erfordern eine WarteZEIT in der Praxis? Heutzutage bieten viele Tierarztpraxen getrennte Wartebereiche für Hunde und Katzen, andere Kleintiere an. Such dir nach Möglichkeit einen Platz weit ab von anderen Mensch-Hund-Teams. Oder warte ggf. lieber draußen - jedoch nicht unmittelbar vor dem Eingangsbereich.
- Besteh nicht auf "Sitz, Platz, Bleib, Fuß". Es genügt, wenn dein Hund sich in eine für ihn stimmige Position begibt und niemanden bedrängt. Wenn das ein ruhiges Stehen oder ein wenig Bewegen ist, ist das vollkommen akzeptabel und ausreichend.
- Behalte deinen Hund an der kurzen Leine, aber ohne diese ständig gespannt zu halten.
- Bleib immer in einer deutlichen Distanz zu anderen Patienten und ihren Besitzern; positioniere dich zwischen deinen Hund und diese. Tierarztpraxen sind schließlich kein (Hunde-) Treffpunkt. 😉
So mancher Patientenbesitzer wird dir für deine Rücksichtnahme dankbar sein.
- Jeder Hund geht mit stressigen, ängstigenden und aus seiner Sicht bedrohlichen Situationen anders um. Unterschätze hierbei die geruchlichen Botenstoffe anderer Tiere, wie Eigengeruch, Stress, Angst, usw., nicht. Und sei dir dieser Übertragungswege und der möglichen Auswirkungen auf deinen Hund bewusst.
- Keine Sorge, dein Hund wird dich nie vorführen, dominieren oder "Führungsanfragen" stellen. Ganz im Gegenteil! Er braucht dich jetzt und es geht ihm ohnehin schon schlecht. Gib deinem Hund soziale Unterstützung (Social Support): Das darf ein Anlehnen an dich, eine Pfote auf deinem Schuh, das Sitzen auf dem Schoß, sanftes Streicheln / Kuscheln, usw. sein - wenn er es mag. Dabei sollte dein Handy auch mal in der Tasche bleiben und deine Aufmerksamkeit ganz allein bei dem dir anvertrauten Vierbeiner liegen.
- Biete ihm etwas Ablenkung über geliebte Betätigungen an. Zum Beispiel deine Finger und/oder Gegenstände gezielt anstupsen, Guttis - wenn er nicht nüchtern bleiben muss und es die Situation zulässt! - von deinem Arm, Knie oder Schuh einsammeln, an einer Futtertube lutschen, usw. Hier gilt: Es ist ein Angebot deinerseits und hilft ihm Mental kontrolliert zu bleiben, anstatt sich von Gefühlen überwältigen zu lassen. Kann er auf deine Angebote nicht wirklich eingehen, nimmt er die Belohnungen hektisch oder gar nicht erst an, zeigt dir sein Verhalten wie sehr ihn die Situation belastet.
- Ruck nicht an ihm herum, stampf nicht mit dem Fuß auf, zisch ihn nicht an oder werde anderweitig verbal und/oder körpersprachlich deutlich, wenn er unruhig wird, einfriert oder nicht gleich umsetzt was du möchtest. Ein solches Vorgehen fördert negative (Lern-) Erfahrungen und baut Anspannung auf, die sich früher oder später entlädt. Das ist dem gesamten Praxisaufenthalt sowie weiteren Behandlungen unzuträglich und zieht ggf. Kreise bis in euren Alltag.
- Gefühle wie z.B. Angst oder Aufregung kannst du bei deinem Hund durch bedachte, liebevolle Zuwendung oder Futterbelohnungen NICHT verstärken. Durch hochemotionale, hektische und/oder aversive Interaktion mit ihm allerdings schon.
- Sei ein gutes Vorbild! Dein Hund orientiert sich auch an deiner Bewertung der Situation. Zeig ihm mit deiner Mimik (ja, lächeln ihn an) und Stimme (sprich freundlich mit ihm), dass alles in Ordnung kommt. Ignoriere ihn bitte nicht. Damit wir uns nicht falsch verstehen, nur selbst gelassen zu sein hilft deinem Hund genauso wenig, wie ihn ständig zu manipulieren. Die Körpersprache deines Hundes gibt dir Aufschluss darüber, was er gerade benötigt.
- Hab ein Auge auf erwünschtes Verhalten deines Hundes und lob ihn dafür sanft. Und wie gesagt, wenn dein Hund nicht nüchtern bleiben muss und die Situation es erlaubt, darfst du ihn gerne mit Futter bestätigen.
- Es ist geschafft! Bring deinen Hund, wenn es die Außentemperaturen zulassen, erst einmal ins Auto, bevor du im Anschluss die Rechnung begleichst.
HOL DIR EIN UPGRADE
Du kannst noch wesentlich mehr während - und unmittelbar nach - dem Tierarzttermin für deinen Hund tun! Was genau, dass stellen wir individuell für euch zusammen. Sieh dich gerne schon mal um:
